Vostellung und Fragen zum Kauf einer TT 600

Alles was nicht in die anderen Rubriken paßt!

Moderator: Forum-Wächter

Re: Vostellung und Fragen zum Kauf einer TT 600

Beitragvon UliDdorf » Do 9. Jan 2020, 19:22

Hallo Josef,

vielen Dank für deine ausführliche Beratung :positive:

Ich habe mir jetzt auf Anraten der "Gemeinde" die 600 E und 600 RE angesehen. Was als erstes auffällt ist, dass die RE trocken um 10 Kg schwerer ist als die 600 E, und die ist schon 12 Kg schwerer als die 600 R. Und von den Komponenten her ist die 600 E sicher nicht schlechter als die RE oder? Was würde für die RE sprechen statt der 600 E ??

Wenn dir mit 1,82 m die R zu hoch ist, dann werde ich damit auch Schwierigkeiten haben mit 1,82 m, obwohl ich recht lange Beine habe...

Über die Sitzbank mache ich mir keine Gedanken, die werde ich etwas verbreitern und komplett neu aufbauen und bequem polstern lassen. Dazu gehört dann auch, dass der Sozius etwas höher sitzt als ich, damit der Kniewinkel besser wird. Ich denke zu zweit wird es gerade noch passen bei 1,82 und 80 Kg, da meine Holde nur 1,64 m und 53 Kg ist.

Gruß Uli
UliDdorf
vielleicht meint er es ernst
vielleicht meint er es ernst
 
Beiträge: 11
Registriert: Mi 8. Jan 2020, 07:46
Wohnort: Düsseldorf

Re: Vostellung und Fragen zum Kauf einer TT 600

Beitragvon Josef » Do 9. Jan 2020, 20:07

Wo hast du denn die Daten her ?
Hab ich aber anderen Daten
Laut
Rallye tenere http://www.rallye-tenere.net/Stammbaum.htm
Trockengewicht:
TTRE = 153 kg
TTR = 131 kg
TTs = 135 Kg
TTE = 160 kg ( das höhrt sich viel an !)

Was sagt die Gemeinde ?
Ich weiß nicht viel über die TTE. Die R- Variante hat ein abnehmbares Heck. Was ich ganz schön finde , wenn dann doch mal was bricht.
Benutzeravatar
Josef
hat sonst nichts zu tun
hat sonst nichts zu tun
 
Beiträge: 139
Registriert: So 14. Jun 2009, 19:22
Wohnort: Berlin

Re: Vostellung und Fragen zum Kauf einer TT 600

Beitragvon UliDdorf » Do 9. Jan 2020, 20:59

Hallo Josef,

da hast du dich bei der TTE verlesen. 160 Kg ist das Gewicht fahrbereit, nicht trocken !! Und in zwei anderen Quellen habe ich 157 Kg gelesen. Mit 12 l Sprit, 2,8 l Öl und dem Öl in der Gabel macht das dann 145 oder 142 Kg trocken für die TTE.

Was würde denn aus deiner Sicht für die RE sprechen statt der 600 E ??

Gruß Uli
UliDdorf
vielleicht meint er es ernst
vielleicht meint er es ernst
 
Beiträge: 11
Registriert: Mi 8. Jan 2020, 07:46
Wohnort: Düsseldorf

Re: Vostellung und Fragen zum Kauf einer TT 600

Beitragvon felix250 » Do 9. Jan 2020, 23:07

Trockengewicht ist ja eigentlich ziemlich uninteressant. Ich kann zumindest da Gewicht mit vollem Tank bei der TT600R beisteuern: 155 kg

Haben wir gemessen! Wer es genau wissen will:

V: 75 kg
H: 80 kg
felix250
gut brauchbar
gut brauchbar
 
Beiträge: 79
Registriert: Di 7. Nov 2017, 11:03

Re: Vostellung und Fragen zum Kauf einer TT 600

Beitragvon Torn » Fr 10. Jan 2020, 06:42

@Josef:

mit 131kg bzw 135kg waren nur die 36A und 59X angegeben und das muß auch trocken sein, denn meine hatte vollgetankt 143kg (mit YZ-Gabel und Bordwerkzeug). Und die Ur-TTs hatten wirklich nen leichten Rahmen, darum sind genau die auch bekannt für das gebrochene Rahmenheck und hatten in Deutschland meist nur eine Einmann-Zulassung.


Zur TTE/TTS: Die Rahmen sind exakt gleich, nur anderes Fahrwerk! Und dann wurde halt der 1992er Motor der XT eingebaut, je nach Modell halt der mit E-Start oder Kicker. Durch gleiche Modellkennung ist ein Umbau vom Fahrwerk kaum nachvollziehbar und durchaus üblich. Es ist auch möglich in eine TTS einen E-Starter nachzurüsten, da hatte ich mal eine Fotoserie zu gemacht für dieses Forum und das XT600-Forum. Sollte in der Technikecke sein. Die Zündung der TTS ist eine CDI, also 2 extra Ladespulen nur für die Zündung, was das Kicken wirklich sehr einfach macht und man auch ohne Bordnetz noch fahren kann.

Die E-Start-Modelle haben alle eine andere Primärübersetzung (länger), auch bei der RE und damit einhergehend haben alle E-Startmodell auch alle einen anderen 5ten Gang (minimal)! Die TTR hat als einzige nach 1992 einen langen ersten Gang!
Für jedes komplexe Problem gibt es eine einfache Lösung - und die ist falsch.
Benutzeravatar
Torn
Supporter
Supporter
 
Beiträge: 3116
Beiträge: 16
Registriert: Fr 4. Jan 2008, 11:03
Wohnort: Hannover

Re: Vostellung und Fragen zum Kauf einer TT 600

Beitragvon UliDdorf » Fr 10. Jan 2020, 09:01

Hallo Torn,

vielen Dank für den wichtigen Punkt. Ist mir nicht aufgefallen, ich habe es aber mal nachgerechnet. Der Faktor von Primär- und Sekundärübersetzung ist bei der S und R 1 : 7,0 und bei der E und RE 1 : 6,54. Das heißt, die Kickstarter Modelle sind 7% kürzer übersetzt. Der erste Gang hat bei der S, E und RE eine Übersetzung von 1 : 2,583 und bei der R 1 : 2,308.

Das bedeutet praktisch, wenn ich ganz langsam fahre, im ersten Gang mit 10 km/h, dreht der Motor der S mit 2.093 Ump und der Motor der E mit 1.955 Upm. Das ist 1. immer noch genug Drehzahl und 2. kein so großer Unterschied.

Ich vermute jedoch, dass man die Zahnräder tauschen kann und so die selbe Übersetzung bei den E-Starter Modellen hinbekommt, wenn man mal den Motor und das Getriebe überholen muss.

Danke für all die interessanten Aspekte :idea:
UliDdorf
vielleicht meint er es ernst
vielleicht meint er es ernst
 
Beiträge: 11
Registriert: Mi 8. Jan 2020, 07:46
Wohnort: Düsseldorf

Re: Vostellung und Fragen zum Kauf einer TT 600

Beitragvon Maybach » Fr 10. Jan 2020, 09:57

Eigentlich ist ja alles schon gesagt und der Entscheid muss nun von Uli getroffen werden.
Nur einen Hinweis noch: Ich persönlich halte die TTS und die TTE für ungeeignet für den Soziusbetrieb. Das sind wunderbare Mschinen für den Solobetrieb, sicher auch über lange Strecken und im Gelände. Aber mit Sozius? Ich würde es nicht tun.
Und noch eine Bemerkung zu den originalen TTE-Federelementen: Die Gabel ist gut, hat etwas weniger Federweg und ist straffer abgestimmt. Das Paroli-Federbei ist für die Tonne. Man kann es auch nicht vernünftig servicieren (Aussage Becki, der es wissen muss). Die Kayaba-Gabel der TTS ist hervorragend. Man muss sie natürlich auf seine Belange hin einstellen. Und das Öhlins-Federbei gleichermaßen. Hier muss man nur den Ausgleichsbehälter sinnig verlegen. Aber dazu gibt es ja Beiträge hier.

Maybach, der mit dem Luftpolster-Kissen von SW-Motech fährt :D
TT600E (1998); XS650 (1978);
Benutzeravatar
Maybach
Moderator....oder so
Moderator....oder so
 
Beiträge: 1881
Beiträge: 1
Registriert: Sa 3. Nov 2012, 23:55

Re: Vostellung und Fragen zum Kauf einer TT 600

Beitragvon UliDdorf » Fr 10. Jan 2020, 10:23

Hallo Maybach,

vielen Dank für den Hinweis mit dem Sozius Betrieb, das ist ja auch ein wichtiger Punkt, wenn meine Holde mich 2 x 4 Wochen begleiten möchte. Warum sind denn TTS / TTE schlechter dafür als eine RE?

Wenn ich eine E nehmen würde, ersetze ich zu aller erst das Federbein gegen ein längeres, ähnlich der S.
UliDdorf
vielleicht meint er es ernst
vielleicht meint er es ernst
 
Beiträge: 11
Registriert: Mi 8. Jan 2020, 07:46
Wohnort: Düsseldorf

Re: Vostellung und Fragen zum Kauf einer TT 600

Beitragvon stixx » Fr 10. Jan 2020, 10:25

Hallo Uli,

wie Maybach schon sagt... eigentlich ist alles schon gesagt. Aber als ähnlich alter Knochen wie du und nach 40 Jahren Einzylinder-Spaß
mit vielen Fernreisen (nicht ganz so weit wie du, aber etliche Saharatouren, eine bis Mali; zweimal am Berg Ararat gestanden etc.) kann
ich auch meinen bescheidenen Senf dazugeben.
Das beste Reise-Moped war meine 1VJ Tenere... und die würde ich für "begrenzte" Strecken auch zu zweit fahren. Unverwüstlich, trotz
des 'großen' Tanks... alles Bullshit mit einem niedrigen Schutzblech vorne... hat 150.000km gehalten.

Ich bin jetzt seit knapp 70.000km mit einer TTR unterwegs, und so sehr ich sie in allen Lagen mag, würde ich sie niemals längere Strecken
zu zweit fahren wollen. Mit dem kleinen Tank ist die Reichweite auch bei Tourentempo zu gering, und die Gewichtsverteilung bei zwei Personen
bescheiden. 2002 hatte ich in Algerien einen 27L Tank drauf, damit war die Balance hervorragend! Und das Gepäck (weitere 25L Sprit, Wasser;
Alukiste und das Campingzeugs) hat niemals gestört. Will sagen, das ginge ev. auch mit Tochter oder Frau. ABER... die Sitzbank ist kurz und
hart (hat das schon jemand gesagt?). Ja Maybach gerade eben... über die TTS und E. :)
stixx
hat sonst nichts zu tun
hat sonst nichts zu tun
 
Beiträge: 229
Registriert: Fr 11. Mär 2011, 15:04
Wohnort: Süden

Re: Vostellung und Fragen zum Kauf einer TT 600

Beitragvon UliDdorf » Fr 10. Jan 2020, 14:51

Hallo stixx,

vielen Dank für deine Hinweis mit der 1VJ Tenere. Ich bin selber 1887 eine für 30.000 km in Australien gefahren, 90% zu zweit, davon 20.000 km mit Reise- und Campinggepäck für 3 Monate und dabei gut 10.000 km Off-Road auf Wellblech, tiefem Sand, Geröll und Berge... Die Maschine hat mich nie im Stich gelassen, keine einzige Reparatur, ein Kettensatz auf den 30.000 km. Keine Probleme mit der Hitze. Ich hatte allerdings aus Vorsicht und wegen der hohen Temperaturen von 60 Grad über dem Boden das vordere Schutzblech mit größeren Schlitzen bis zur Gabel versehen und den Ölkühler etwas nach vorne / außen gesetzt, damit er voll im Fahrtwind liegt.

Zum Vergleich mit der TT 600 => würdest du nicht sagen, dass das Fahrwerk der Tenere viel zu weich ist? Zur Gewichtsverteilung: Ja für die Reise zu zweit benötige ich dringend einen größeren Tank...
Würde eine breitere, längere XT Sitzbank auf die TT passen? Wen du sagst, die Bank der TTR ist zu kurz, sind die Sitzbänke der S und E / RE denn länger?

Was braucht denn die TT so mit ordentlich Reisegepäck auf 100 km bei max 80 - 90 km/h auf der Straße und 30 - 50 km/h abseits der Straße? Die Tenere war echt recht sparsam, immer unter 5 l/100km, selbst im Sand nur 5,5 - 6 l.

Lieben Gruß Uli
UliDdorf
vielleicht meint er es ernst
vielleicht meint er es ernst
 
Beiträge: 11
Registriert: Mi 8. Jan 2020, 07:46
Wohnort: Düsseldorf

VorherigeNächste

Zurück zu Quatschecke

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: MSN [Bot] und 2 Gäste

cron