Kaufberatung TT600R

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Kaufberatung TT600R

Beitragvon Banane » Sa 2. Jan 2021, 12:45

Hallo zusammen!

Ich fahre derzeit eine 750er Africa Twin Rd07, da sie mir aber für's Gelände etwas zu schwer ist, bin ich
auf der Suche nach einer leichteren - aber trotzdem zuverlässigen (Reise-) Enduro.

Die TT600 hat mich schon länger interessiert, mein erstes "großes" Moped war dann
aber eine 640er KTM, die ich vor drei Jahren verkauft habe, um etwas zuverlässiges
zum Reisen zu kaufen - das war dann die Africa Twin.

Eine TT600R mit großem Tank und Kofferträgern auszurüsten klingt für mich
als gute Geländealternative.
Für mich kommt nur in Frage, eine TT in gutem Zustand zu kaufen, bin aber trotzdem
viel selbst am Schrauben.

Vielleicht könnt ihr mir mit meinen Fragen weiterhelfen:
--> Welche Laufleistungen sind realistisch mit einer TT600R, wie zuverlässig ist sie?
--> Welche typischen Schwachstellen gibt es (fehlender Ruckdämpfer, habe ich zum Beispiel schon gelesen)
--> Kann man die Serviceintervalle (Ölwechsel/Ventilspiel) auch mal etwas verlängern, z.B. auf größerer Tour?
5000km Intervalle sind schon etwas kurz, das hatte ich mit der KTM auch.

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Danke vorab und beste Grüße, Lukas
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Re: Kaufberatung TT600R

Beitragvon byrd » Sa 2. Jan 2021, 16:19

Hallo eine TT600RE oder E hat einen anderen Primär und ist schonender sowie beruhigender zu fahren,Ersatzteilmäßig und Zubehör ist TT600S/E mehr am Markt.Für rein off road ist die TT600R optisch wie Fahrwerk die sportlichere von allen.Mit gutem Öl kannst das sicher hinauszögern 20 W 40 Mineralisch Ölkühler noch dazu.Ich würde für so ein Vorhaben die TT600E oder RE suchen.Schrauberfreundlicher sind die TT600S und E. Laufleistung " Normalbetrieb " 80000 Kilometer.Kenne jemanden der hat eine Yamaha XT500E Version mit 150000 Kilometer bei den 500cc Versionen die haben keine zusätzliche Ölversorgung für den 5ten Gang da hält das Getriebe länger.Eine TT600E mit anderen Federbein (Länge von der TT600S) da hast dann vorne und hinten 270mm Federweg :positive: Gruß BYRD
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Re: Kaufberatung TT600R

Beitragvon Maybach » Sa 2. Jan 2021, 21:17

Zum Vorschlag von Byrd noch den Hinweis, dass man bei TTS/E auch die Gabelholme plug&play ändern kann. Dann hat man ein Motorrad mit E-Starter und Ruckdämpfer UND mit einem wirklich guten Fahrwerk.

Nur: Die Teile werden immer seltener ...

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Re: Kaufberatung TT600R

Beitragvon TEWESHS » So 3. Jan 2021, 01:48

Wenn du Schrauben kannst - perfekt. Es ist keine Honda! Top zu fahren im Gelände und auch auf Touren- solange du kein high Speed Fan bist. Es gibt Tage da verfluchst du das kicken und dann gibt es die anderen Tage wo sie einfach wunderbar leicht dich über Wiesen,
Acker, Sand oder Strand trägt. Laufleistung hängt von deiner Bereitschaft zum Schrauben und deiner Pflege ab. Wartung: Wenn die Ventile klappern -- nachstellen... 1h... Öl- 1 mal im Jahr + Ölfilter.
Habe meine seit 2007 - Steuerkette, Bohren +Hohnen Zylinder, Getriebe Gang 3, Zündspule, Auspuff, Kupplung, Kickeranschlag...
Aber alles easy- brauchst nur Zeit, dass Forum und die hier beliebten Teilelieferanten.
Gerade TET Schweden gefahren mit meiner - einfach nur klasse.

Viel Spaß bei der Suche nach einer für dich passenden TTR.

Gruß

Thorsten
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Re: Kaufberatung TT600R

Beitragvon byrd » So 3. Jan 2021, 18:16

Ich bin damals mit der TT600E gefahren die Paioli vorne und Öhlins hinten war voll ok, hab dann auf die S Gabel umgebaut da es ja cool war.Aber die Federwege 270 vorne und hinten waren sehr gut abgestimmt.TT600R hat ja auch 280 vorne und hinten :P Gruß BYRD
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Re: Kaufberatung TT600R

Beitragvon StefanausSolingen » Do 7. Jan 2021, 11:56

Hallo Lukas,
ich bin vor ca. 1 ½ Jahren aus ähnlichen Gründen (mein 2-Zylinder war zu schwer für’s Gelände) zu einer TT600R gekommen.
Wenn Du eine gute R findest, solltest Du aus meiner Sicht den Einbau eines Ruckdämpfers mit einkalkulieren. Das Motorrad fährt sich damit wesentlich harmonischer und komfortabler. Für den Kurbeltrieb und das Getriebe ist es auch gut, hinsichtlich der Langlebigkeit. Dadurch wiederum kannst Du auf großer Tour ruhig auch mal ein hochwertiges Öl länger drin lassen! Je höher der Straßenanteil, umso größer der Vorteil.
Ein ruckgedämpftes Hinterrad der TT600RE zu finden - mir ist es nicht gelungen. Eine XT-Nabe lässt sich aus meiner Erfahrung auch nach umfangreichen Modifikationen nicht verwenden, da letztendlich zu wenig Platz zwischen den Speichen und dem Bremssattel übrigbleibt.
Ich bin dann den Weg über eine KTM LC4 Hinterradfelge gegangen - Dank dieses Forums. Das ist eine sehr gute Lösung! Wenn es soweit ist, findest Du hier Unterstützung.
Ansonsten sehe ich keine echten Schwachstellen an dem Motorrad. Die Komponenten sind relativ hochwertig. Rund um Motor und Luftfilter ist alles recht eng verbaut, ein Fall für geduldige Schrauberhände.
Gruß, Stefan
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Re: Kaufberatung TT600R

Beitragvon Banane » Fr 8. Jan 2021, 12:11

Danke für die Tipps allerseits.
Vom Ruckgedämpften KTM Hinterrad habe ich auch schon gehört - das wäre eine Option.
Grundsätzlich sagt mir die TT600R mit Kicker fast am meisten zu, aufgrund des deutlich geringeren
Gewichts ohne Batterie. Mit dem Ankicken habe ich eigentlich keine Probleme, sofern die Maschine
grundsätzlich startwillig ist :mrgreen:

Von der Africa Twin kommend ist jedoch eigentlich jede TT Variante gewichtstechnisch ein großer Sprung,
meine RD07 kommt auf 229 Kilo vollgetankt..

Wie schaut es denn mit längeren Autobahnetappen aus? Ich weiß - Einzylinder mögen das nicht so gern.
Mit der KTM habe ich aus diesem Grund nicht viel Schnellstraße/Autobahn gemacht.
Mit der Twin ist das schon ziemlich entspannt im Vergleich.

Ich habe mir kürzlich in den Kopf gesetzt, mal eine größere Reise nach Chile/Peru zu unternehmen,
da würde sehr viel Strecke (und auch mal Autobahn etc) dazu kommen.
Da wäre eigentlich die Twin das richtige Motorrad, jedoch möchte ich ungern irgendwo im Gelände mit 250Kg feststecken :P
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Re: Kaufberatung TT600R

Beitragvon byrd » Fr 8. Jan 2021, 15:04

Hallo meine TT600E hat 162 kg mit ca 11,5 Liter auf die Waage gebracht.Die TT600E ist sicher besser als die R für Dein Vorhaben.Das ohne Batterie ist nicht unbedingt ein Vorteil bei der R!!! Musst mal lesen was Yamaha Offiziel zum Start verhalten der R empfiehlt.Wenn der Kondensator ( statt Batterie ) leer ist und die Maschine nicht anspringt Kerze ausbauen paar mal hin und her schieben und dann wieder starten probieren.Ersatzteilversorgung sehr schlecht sowie die Schrauber unfreundlichste TT von allen.Bau mal die Kerze aus ,da der Motor wegen Massenzentralisierung was Yamaha vor den anderen auch WR gemacht hat den Motor nach hinten gekippt hat ist noch weniger Platz zur ZK.
Für die TT600S/E ist Motorersatzteilmäßig mehr vorhanden Kurbelwelle Lima Zündbox Ansaugstutzen usw.Ich würde die TT600E nehmen mit einem anderen Federbein auch ohne Ausgleichsbehälter (YSS,Wilbers aber von der S Version. Einen großen Acerbis Tank, und wenn irgendwie möglich die tiefer gelegten Fußrasten Halter besorgen. :P Gruß BYRD
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Re: Kaufberatung TT600R

Beitragvon StefanausSolingen » Sa 9. Jan 2021, 13:13

Hallo Lukas,
ich bringe mich noch einmal ein, weil ich vor kurzem Ähnliches abzuwägen hatte.
Auch ich plane eine längere Reise. Weil ich einen erheblichen Anteil schlechter Strecke erwarte, habe ich mich gegen die neue XT700 und für die TT entschieden.
In Chile/Peru kenne ich mich nicht aus, aber aufgrund Deiner Angaben könnte es sich lohnen, über eine XT700 nachzudenken - wenn Du es nicht schon längst getan hast.
Da muss schon sehr schwieriges Gelände kommen, bis Du mit ihr stecken bleibst. Aber sehr viel Strecke, Autobahn und mittelschweres Gelände spulst Du mit ihr locker ab.
Ich sage nicht, dass die 700er besser als die TT ist, sondern nur, dass sie möglicherweise für Deinen Einsatzzweck besser geeignet ist.
Gruß, Stefan
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Re: Kaufberatung TT600R

Beitragvon byrd » Sa 9. Jan 2021, 19:01

Ihm geht es auch um das Gewicht :twisted: da wären 40 kg unterschied :evil: Gruß BYRD
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