Marokko 2025

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Marokko 2025

Beitragvon TEWESHS » Do 12. Sep 2024, 10:18

Hallo Kollegen,

ich bin auf der Suche nach Infos für unsere geplante Marokko Tour 2025. Ich will mit 2 weiteren Kollegen Ende März/Anfang April starten. Auf unsererer Liste stehen to do zunächst Erg Chebbi, die Wüstenpisten Richtung Erg Chegaga und was man so an schönen Zielen im Internet findet.

Im Vorfeld stellen sich so einige Fragen und vielleicht kennt sich ja einer von euch gut aus und kann Tipps für die Routenplanung geben.
Wie schaut's zum Beispiel in den Pistenregionen mit der Benzinversorgung aus?
Ist Handyempfang in den südlichen Gebieten gegeben?
Wie sieht's aus dort mit Übernachtungsmöglichkeiten? Ich habe auf den Karten gesehen, das einige Hotels direkt an den Pisten im Nirwana liegen. Kann man da einfach vorbeifahren und übernachten?

Die Überlegungen die wir bisher angestellt haben:
1. Motorrad vor Ort mieten und Anreise per Flugzeug nach Marrakesch.
Das werden wir aber wahrscheinlich nicht wahrnehmen, da die Motorradvermieter Pisten verbieten. Oder kennt jemand einen wo das OK ist? Adventure-centre.com (der einzige in Marokko mit Versicherung) mag auch keinen Sand.....
2. Geführte Tour - da haben wir jetzt mal bei Overcross und afrika-enduro.de geschaut. Beide Angebote sehen ganz gut aus - kostet natürlich. Kann das einer einschätzen oder kennt die Anbieter? Von Julius weiss ich, daß er schon mal mit Overcross in Afrika unterwegs war (PS-Julius: Mega Tour die Du gefahren bist). Hier wäre ich für Tipps dankbar.
3.Anreise auf eigener Achse - wobei das echt weit ist bis z.B. Barcelona mit der TTR. Hier gehen da noch die Überlegungen dahin, die Mopeds per Spedition nach z.B. Barcelona bringen zu lassen. Hat jemand hier gute Adressen für den Transport? Oder gibt es einen besseren Vorschlag für die Anreise? Ist vielleicht Genua oder Sete besser?

Für eure Infos sage ich schon mal Danke im Voraus!

Gruß

Thorsten
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Re: Marokko 2025

Beitragvon TTGeorg » Mo 16. Sep 2024, 22:26

Hi.

Um wieviel tage zeit geht es denn?
ich bin da mal auf achse runter, da ich nach hinten raus quasi nach Konto gesteuert unbegrenzte zeit hatte..
TTGeorg
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Re: Marokko 2025

Beitragvon TEWESHS » Di 17. Sep 2024, 22:39

Hi Georg,

Wir haben jetzt bereits Entscheidungen getroffen:
Motorräder kommen auf den Hänger und wir fahren bis Barcelona. Ab da dann Fähre nach Nador und dann 10 Tage Marokko auf den eigenen Motorrädern. Da wir alle noch im Berufsleben stehen, haben wir leider nur begrenzt Zeit. Auf jeden Fall Erg Chebbi und über die Pisten Richtung Zagora/Mhamid. So der grobe Plan bis jetzt.

Gruß
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Re: Marokko 2025

Beitragvon stixx » Do 24. Jul 2025, 11:23

Thorsten,

habt ihr die Tour nach Marokko gemacht wie geplant? Ich war zwar nicht in Marokko aber einige Male in Algerien...meine Tips sind wohl zu spät. :?

Grüße,
Oliver
stixx
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Re: Marokko 2025

Beitragvon TEWESHS » Mo 11. Aug 2025, 22:14

Hallo Oliver,
sorry - lange hier nicht im forum gewesen. Ja - wir waren in Marokko.
Hier der Reisebericht und das Video dazu.

Hier unser Tourtagebuch Marokko, aus meiner Sicht geschrieben.
Tourtagebuch Marokko Tag 1 – Aufbruch ins Abenteuer
Es ist früher Morgen in Schloss Holte-Stukenbrock. Die TTR steht bereit, vollbepackt mit allem, was man für eine echte Tour braucht – Werkzeug, Ersatzteile, Klamotten für jede Wetterlage und natürlich die prall gefüllte Packrolle hinten drauf. Keine Kompromisse, aber auch kein überflüssiger Ballast. Die ersten 100 Kilometer führen mich nach Fröndenberg. Torsten wartet dort schon – der Hänger ist bereit, die Vorfreude groß. Gemeinsam verladen wir meine Yamaha. Zwei Maschinen sind nun fest verzurrt, bereit für viele hundert Kilometer gen Süden. Die Autobahn bis Karlsruhe zieht sich. Es ist eine dieser Fahrten, die man einfach durchziehen muss. Nicht besonders spannend, aber auch das gehört irgendwie dazu. Raststätten-Kaffee, LKWs im Rückspiegel und Gedanken an die bevorstehenden Wüstenpisten. Gegen 19:00 Uhr erreichen wir Karlsruhe. Kai ist fast da – der Treffpunkt musste kurzfristig verlegt werden, aber dank Google Maps und der Standortfreigabe klappt es reibungslos. Kurz darauf steht auch seine Maschine sicher auf dem Anhänger. Drei Männer, drei Motorräder, ein Ziel: Marokko. Wir fahren weiter – die Nacht liegt vor uns, und mit ihr das Gefühl, dass das Abenteuer jetzt wirklich begonnen hat.

Tag 2 – Frankreich durchquert, Spanien begrüßt
Die Nacht haben wir uns als Fahrer abgewechselt und sind im Rhythmus durch Frankreich gerollt – Kilometer um Kilometer. Gegen 9:00 Uhr erreichen wir endlich unser Ziel: einen vorab gemieteten Stellplatz in Figueras, direkt hinter der spanischen Grenze. Top Location! Wir werden superfreundlich empfangen, bekommen einen frischen Kaffee serviert und dürfen in aller Ruhe unsere Sachen sortieren. Die Motorräder werden abgeladen – es kribbelt schon in den Fingern, endlich auf den Bikes zu sitzen. Endlich: erste Fahrt auf spanischem Boden! Die Route führt uns entlang der Costa Brava – spektakuläre Ausblicke aufs Meer, enge Kurven, malerische Küstenorte. Die perfekte Einstimmung auf das große Abenteuer. In Tossa de Mar legen wir einen spontanen Stopp ein – mitten im spanischen Leben, draußen in der Sonne, mit Imbiss und Kaffee. Pure Urlaubsstimmung. Doch dann: Hupps – was ist das? Torstens BMW will nicht starten. Also: Gepäck runter, Sitzbank runter, Batterie prüfen, alle Kabel checken. Eine kleine Schrauberaktion am Straßenrand – nicht ganz das, was wir geplant hatten. Nach rund 15 Minuten und ein bisschen Wackeln an den Anschlüssen springt die Maschine wieder an. Glück gehabt. OK… weiter geht’s! Wir nehmen wieder Fahrt auf, rollen weiter die Küstenstraße entlang, bis wir am späten Nachmittag in der Nähe von Barcelona unser vorab gebuchtes Hotel erreichen – wie immer dank Booking. Ein guter Tag geht zu Ende – bei einem entspannten Abendessen mit Bier und dem Gefühl, dass die Reise jetzt richtig losgeht.

Tag 3 – Auf nach Barcelona und ab aufs Schiff
Der dritte Tag beginnt mit kribbelnder Aufregung – heute geht’s wirklich los Richtung Afrika! Die Strecke nach Barcelona ist kurz, aber wir sind früh unterwegs. Lieber zu viel Zeit am Hafen als unnötiger Stress. Die erste Challenge des Tages: Wo ist eigentlich der Ticketschalter für den Check-in? Wo genau geht’s auf die Fähre? Wann dürfen wir drauf? Der Hafen von Barcelona ist groß und unübersichtlich – aber dank guter Vorbereitung und ein bisschen Rumfragen ist der Check-in um Punkt 10 Uhr erledigt. Alles läuft glatt. Da bleibt noch Zeit – und die nutzen wir. Ein kurzer Abstecher in die Altstadt, direkt zur Sagrada Familia. Und dann dieser Moment: drei Motorräder – meine TTR, Torstens BMW F 650 und Kais F 800 GS – mitten auf einer Kreuzung mit Gaudís Meisterwerk im Hintergrund. Keine Ahnung, ob das offiziell erlaubt war, aber das Foto war es wert. Drei Bikes vor einer der berühmtesten Kathedralen der Welt – ein Bild, das bleibt. Noch ein Kaffee mit Blick auf das wuselige Barcelona – dann zurück zum Hafen. Einfahrt finden, einreihen, warten. Um uns herum viele andere Motorräder, unterschiedlichste Typen und Nationalitäten – alle mit dem gleichen Ziel: Marokko. Dann ist es soweit. Wir rollen auf die Fähre, verzurren das Gepäck, steigen um auf Bordmodus. Kabine beziehen, kurz durchatmen. Um 14:30 Uhr legen wir ab. 28 Stunden auf See liegen vor uns – und der Gedanke, dass wir morgen Abend afrikanischen Boden unter den Reifen haben werden, fühlt sich verdammt gut an.

Tag 4 – Auf See und der erste Blick auf Afrika
Die Fährfahrt verläuft heute ziemlich ereignislos. Wir gleiten ruhig entlang der spanischen Küste, die See ist flach, und es gibt keine großen Wellen oder Störungen. Ein bisschen Entspannung nach den letzten hektischen Tagen tut gut – die Weite des Ozeans lässt Raum für Gedanken und Vorfreude. Gegen 19:00 Uhr passiert es: Afrika taucht am Horizont auf. Ein Moment, auf den wir gewartet haben. Die Dunkelheit setzt langsam ein, und die Lichter von Tanger kommen näher. Es fühlt sich fast surreal an, jetzt wirklich vor Marokko zu stehen. Gegen 20:00 Uhr laufen wir im Hafen von Tanger ein. Es wird ernst – Motorräder abladen, Gepäck aufladen und die Fähre verlassen. Aber zum Glück haben wir uns schon vorher gut vorbereitet und ein Hotel direkt in unmittelbarer Nähe zum Hafen gebucht. Keine Hektik, kein Stress. Wir können die Einreiseformalitäten in aller Ruhe erledigen, ohne Zeitdruck. Die marokkanischen Grenzer sind gründlich – manch ein Motorradfahrer muss sein gesamtes Gepäck auspacken, um alles zu zeigen. Zum Glück bleiben wir davon verschont. Nach etwa einer Stunde sind wir schließlich auf marokkanischem Boden. Der Moment fühlt sich fast wie ein Meilenstein an. Jetzt bleibt nur noch der Gang zum Geldautomaten und ein letzter Schritt: Ein kühles Bier im Hotel, bevor wir uns für die Nacht zur Ruhe setzen. Und das war’s für heute. Der erste Tag in Marokko liegt hinter uns, und wir können es kaum erwarten, die nächsten Tage zu erleben.

Tag 5 – Richtung Fès: Der echte Marokko-Modus beginnt
Zehn Tage Marokko liegen vor uns – und wir sind heiß drauf, das Land endlich auf zwei Rädern zu entdecken. Früh raus, 8:30 Uhr, bei bestem Wetter starten wir nach einem richtig guten Frühstück im Hotel. Die Stimmung ist top – Sonne, Bikes, und der afrikanische Kontinent vor uns. Erster Stopp: die nächste Tankstelle. Der Spritpreis überrascht uns positiv – ca. 1,30 € pro Liter, deutlich günstiger als noch in Spanien. Der Plan: Heute 350 km bis Fès, quer durch Nordmarokko. Anfangs halten wir uns noch an unsere Route über kleine Nebenstraßen, die wir mit Kurviger und Google Maps vorbereitet haben. Doch schnell wird klar: Die Straßenverhältnisse sind schlechter als gedacht – viele Schlaglöcher, Bruchkanten und lose Abschnitte. Nach kurzer Überlegung entscheiden wir uns, auf eine schnellere und etwas besser ausgebaute Strecke zu wechseln. Gleich zu Beginn der Fahrt bekommen wir dann einen kleinen Begleiter – ein jugendlicher Rollerfahrer schließt sich uns an und versucht tapfer, mit seinen vielleicht 80 ccm an den großen Maschinen dranzubleiben. Er lacht, winkt, gibt alles. Wir lachen auch – ein Moment, der uns allen in Erinnerung bleibt. Statt durch die entlegenen Berge fahren wir nun über die kurvige Hauptstraße in Richtung Chefchaouen. Eine gute Entscheidung – auch landschaftlich wunderschön, mit Blick auf Hügel, Täler und erste Bergrücken. Kurz vor Chefchaouen dann das nächste Kapitel: Die TTR wird plötzlich lauter. Diagnose: Die Auspuffniete hat sich mal wieder gelöst. Im Zentrum von Chefchaouen stoppen wir, ich hole das Werkzeug raus und versuche, den Topf notdürftig zu vernieten. Ein paar freundliche Marokkaner kommen vorbei, zeigen uns den Weg zu einer kleinen Werkstatt – für ein paar Dirham hätte man da sicher schnell Hilfe bekommen. Aber der Schrauberstolz siegt: Mit Bordmitteln kriegen wir’s selbst wieder hin. Zur Belohnung gibt’s einen Kaffee und frische Croissants – und weiter geht’s in Richtung Fès. Die Landschaft wird zunehmend grüner und leicht hügelig – nicht das trockene MarokkoKlischee, sondern fast schon frühlingshaft. Gegen 18:00 Uhr erreichen wir Fès und schaffen es gerade noch, unsere Motorräder in der Altstadt zu entladen und sicher in einer nahegelegenen Parkgarage unterzubringen, bevor ein ordentliches Gewitter über der Stadt niedergeht. Regen. In Marokko. Und das ordentlich. Nach zwei Stunden ist der Spuk vorbei. In einem kleinen Restaurant in der Medina genießen wir marokkanische Spezialitäten – Tajine, gegrilltes Fleisch, frisches Fladenbrot. Dazu Pfefferminztee, wie er sein muss. Zum Abschluss drehen wir noch eine kleine Runde durch die verwinkelten Gassen der Altstadt. Fès bei Nacht hat einen ganz eigenen Zauber. Sightseeing ist für morgen Vormittag fest eingeplant – bevor es weiter nach Midelt geht. Aber jetzt erstmal: Schlaf. Verdient.

Tag 6 – Fès erleben und weiter nach Midelt
Der Tag beginnt mit einem echten Highlight: Frühstück auf der Dachterrasse unseres Hotels – mit weitem Blick über die Dächer der Medina von Fès. In der Ferne minarettgesäumte Silhouetten, das geschäftige Treiben in den Gassen unter uns, und über allem der blaue Himmel Nordafrikas. Eier, frisch gebackene Pfannkuchen, süße Marmelade und das allgegenwärtige Fladenbrot – das marokkanische Hotelfrühstück hat sich als zuverlässiger Standard etabliert. Gestärkt machen wir uns zu Fuß auf den Weg. Das Ziel: der imposante Königspalast von Fès. Schon der Spaziergang dorthin ist ein Erlebnis – das bunte, laute, intensive Leben in den Straßen der Stadt packt einen mit allen Sinnen. Am Palast angekommen, dürfen wir natürlich das Gruppenbild vor den berühmten goldverzierten Toren nicht auslassen. Ein echter Fotospot, fast schon Pflichtprogramm – aber trotzdem ein Moment zum Festhalten. Danach tauchen wir erneut in die Medina ein – ein Labyrinth aus engsten Gassen, überdachten Durchgängen, schattigen Innenhöfen und unzähligen kleinen Geschäften. Händler rufen uns zu, bieten ihre Waren an: Leder, Tücher, Gewürze, Schmuck, Holzarbeiten, Lampen… alles verhandelbar. Handeln ist nicht nur erlaubt, sondern erwartet. Wer den ersten Preis zahlt, hat das Spiel nicht verstanden. Gegen Mittag verlassen wir Fès – voller Eindrücke, mit etwas Wehmut, aber auch Vorfreude auf das, was noch vor uns liegt. Unsere nächste Etappe führt uns nach Midelt – rund 200 Kilometer südlich, über kleinere Straßen, die diesmal überraschend gut in Schuss sind. Die Landschaft wird zunehmend karger, die Luft klarer, die Weite größer. Zumindest... später. Denn wir verlassen Fès über eine Route, die uns Kurviger vorgeschlagen hat – schön klein, schön kurvig, wie wir’s mögen. Dass die Straßen eng sind, war eingeplant. Was allerdings nicht in der Routenplanung stand: Dass wir plötzlich offroad über die Müllkippe von Fès navigiert werden. Staub, Gestank, Müllberge, streunende Hunde – und mittendrin drei abenteuerlustige Endurofahrer, die sich fragen, was genau da in der Software schiefgelaufen ist. Aber was soll's – auch das bewältigen wir. Die Motorräder schnurren durch, wir auch, und am Ende ist es einfach nur eine weitere Geschichte, die man so schnell nicht vergisst. Beim nächsten Mal wählen wir definitiv eine andere Route – aber heute nehmen wir’s mit Humor. Das gehört eben auch zum Abenteuer dazu. Ein entspannter Fahrtag – genau richtig, um die Großstadt hinter sich zu lassen und sich langsam auf die kommenden, noch abgelegeneren Regionen vorzubereiten.

Tag 7 – Offroad, Orientierung und ein Glücksgriff in den Bergen
Die Nacht in Midelt verbringen wir in einem spontan gebuchten Appartement – wie so oft klappt das mit der Online-Buchung problemlos. Und auch sonst ist Marokko erstaunlich digital unterwegs: Selbst in der kleinsten Bar gibt’s kostenloses WLAN – flächendeckend. Am Abend zuvor gönnten wir uns Pizza in einem kleinen Hotspot, der bei einheimischen Jugendlichen angesagt ist – Fast Food gibt’s also auch hier. Der nächste Morgen beginnt in entspannter Atmosphäre: Frühstück in einer kleinen Bar mit frisch gebackenen Pfannkuchen und heißem Kaffee. Danach holen wir die Motorräder von der bewachten Tankstelle, packen unsere Ausrüstung und starten in den Tag. Unser Ziel heute: Boumalne Dades, rund 250 km entfernt. Ambitioniert, denn ein Teil der Strecke wird offroad sein. Wir verlassen Midelt in Richtung Cirque de Jaffar – und bald endet der Asphalt. Jetzt beginnt das, worauf wir uns gefreut haben: karge Berglandschaften, Schotter, Staub, Geröll – und jede Menge Weite. Die ersten 20 Kilometer führen durch eine Ebene mit breiter Schotterpiste – gut fahrbar. Dann beginnt das Gelände anzusteigen – und wir merken: Jetzt wird’s spannend. Nur... wo ist eigentlich der Abzweig in den Canyon? Ich hab zu sehr auf die Strecke und zu wenig aufs Navi geschaut – und wundere mich irgendwann, dass keiner mehr hinter mir fährt. Kai hat besser aufgepasst und ist mit Torsten an der entscheidenden Abzweigung stehen geblieben. Also heißt es umdrehen, wie vereinbart – man trifft sich wieder. Und wie so oft im richtigen Moment kommt Hilfe: Issi, ein junger Marokkaner auf seiner 125er, bietet uns seine Hilfe an und will uns den Weg zeigen. Warum nicht? Nach kurzem Gesten-Austausch ist der Deal perfekt. Issi stürmt mit seiner kleinen Maschine und einem breiten Grinsen voraus – über Geröll, Steine und ausgewaschene Pfade. Auf der Karte war hier ein Weg eingezeichnet – in der Realität ist es eher ein ausgetrocknetes Flussbett. Aber egal – wir meistern die knifflige Passage mit unseren vollgepackten Maschinen erstaunlich souverän. Die Einfahrt in den Canyon de Jaffar ist überwältigend: Senkrechte Felswände, geschätzte 100 Meter hoch, flankieren das trockene Kiesbett. Der Canyon ist etwa einen Kilometer lang, an seiner schmalsten Stelle kaum fünf Meter breit. Wir sind geflasht. Eine ausgiebige Foto- und Videosession ist selbstverständlich. Zurück durch das Geröll wollen wir nicht – also entscheiden wir uns für eine OffroadVerbindung zur nächsten kleinen Asphaltstraße, rund 15 Kilometer weiter. Doch der Tag ist noch nicht vorbei: Vor uns liegt der Hohe Atlas mit einem Pass von über 2800 Metern Höhe. Die Strecke ist schmal, kurvig, und das, was man hier "Straße" nennt, ist meist eher eine Erinnerung daran: Staub, Schotter, Felsen. Als klar wird, dass wir Boumalne heute nicht mehr erreichen werden, brechen wir gegen 17:30 Uhr unsere Etappe ab. Und plötzlich – ein Schild: Hotel. Im Nirgendwo taucht ein kleiner Ort namens Agoudal auf, und mit ihm die Auberge Agoudal – ein Glücksfall. Einfach, aber gemütlich, mit gesichertem Parkplatz, leckerem Essen, kaltem Bier, WLAN und sogar Gesellschaft: Eine Gruppe polnischer Motorradfahrer ist ebenfalls eingekehrt. Einer von ihnen hat’s heftig erwischt – die hintere Felge stark beschädigt. Doch marokkanische Improvisationskunst wirkt Wunder: In der nächsten Werkstatt wurde sie halbwegs gerichtet, Weiterfahrt möglich. Wieder so ein Tag voller Geschichten. Und noch liegen viele vor uns.

Tag 8 – Hoch hinaus und filmreif ins Ziel
Wir starten früh in Agoudal, gestärkt von einem ordentlichen Frühstück: Kaffee, frisch gebackene Pfannkuchen, Eier – das Standardprogramm in Marokko, aber immer wieder gut. Die Motorräder werden gepackt, doch ein Blick auf die Tankanzeige verrät: Das reicht definitiv nicht mehr über den Pass. Problem: Keine Tankstelle in Sicht. Aber Hassan, der Chef der Auberge, weiß Rat – und begleitet uns kurzerhand auf seinem Moped zu einem „Händler“ im Dorf. Was heißt hier „Zapfsäule“ – der gute Mann verkauft Benzin in 5-Liter-Wasserflaschen, direkt aus dem Schuppen. Etwas teurer als an der Tanke, aber immer noch fair – und absolut lebensnotwendig an diesem abgelegenen Ort. Ein Stück improvisierte MotorradreiseRomantik. Dann geht’s los – Richtung Dades-Pass, 2800 Meter hoch, staubige Serpentinen, Felsen, Weite. Die Abfahrt durch die spektakuläre Dades-Schlucht raubt uns den Atem: kurvig, schmal, die Straße schmiegt sich eng an die Felsen, tief unten das Flussbett. Immer wieder halten wir an für Fotos – was für eine Kulisse! Doch der Tag ist noch lange nicht vorbei. Die Strecke nach Aït Ben Haddou ist weit, und unsere vielen Fotostopps und Umwege kosten Zeit. Kurz vor dem Ende der Schlucht ist Torsten unsicher, ob sein Sprit noch reicht. Kein Problem – BMW-Fahrer sind vorbereitet: Aus den an der Maschine montierten Reservekanistern wird nachgetankt. Natürlich wird auch das gleich dokumentiert – Fotosession am Straßenrand mit Aussicht. In Boumalne Dades dann regulärer Tankstopp, ein kleiner Imbiss zur Stärkung, und weiter geht’s. Hinter Ouarzazate überrascht uns ein seltsamer Anblick am Himmel: ein heller Lichtfleck, wie ein glühendes Auge. Nein, nicht Sauron – es ist das riesige Sonnenkraftwerk Noor, das Licht in den Himmel spiegelt. Ein futuristischer Kontrast zur staubigen Wüstenstraße – Marokko auf dem Weg in die Energiewende. Beeindruckend. Gegen 17:00 Uhr erreichen wir endlich Aït Ben Haddou. Wir finden ein Café mit WLAN, buchen spontan ein Hotel nur wenige Meter entfernt. Beim Parken vor dem Eingang werden wir jedoch freundlich, aber bestimmt gebeten, unsere Motorräder umzustellen – der Platz sei für ein „rollendes Hotel“ reserviert. Rollendes Hotel? Kurz später verstehen wir: Ein Reisebus mit deutschem Kennzeichen samt Anhänger klappt sich zu einer mobilen Unterkunft für 30 Personen aus. Faszinierend – das Hotel kommt mit. Wir kommen mit der Gruppenleitung ins Gespräch – und landen schließlich beim Fahrer, der uns mit einem kleinen Schatz versorgt: drei Dosen bayrisches Bier, perfekt gekühlt. Für später. Jackpot! Bevor es dunkel wird, starten wir noch zu einer Besichtigung der Lehmfestung – UNESCOWeltkulturerbe und berühmter Drehort zahlreicher Filme. Die verwinkelten Gassen, die roten Mauern, das Licht der untergehenden Sonne – alles wirkt magisch. Bis ganz nach oben schaffen wir es heute nicht mehr – die Dunkelheit holt uns ein. Aber auch das ist gut so. Wir finden ein schönes Restaurant mit Terrasse und genießen Tajineund Tee unter dem klaren Sternenhimmel. Zurück im Hotel, sitzen wir noch kurz zusammen und genießen unser „Schlummerbier“ – aus dem Reisebus, aus Bayern, mitten in Marokko. Ein würdiger Abschluss für einen außergewöhnlichen Tag.

Tag 9 – Auf Umwegen ins Wüsten-Abenteuer
Wieder mal starten wir den Tag mit einem leckeren Frühstück – Kaffee, Pfannkuchen, Eier – die Klassiker sind auch in Aït Ben Haddou am Start. Doch bevor es losgeht, haben sich Kai und Torsten noch vor dem Frühstück aufgemacht, um von einem nahegelegenen Hügel die morgendliche Aussicht auf die Filmkulisse im ersten Licht des Tages zu genießen. Kein schlechter Start. Beim Frühstück ist klar: Die Routenplanung braucht ein Update. Wir sind der ursprünglichen Zeitplanung mittlerweile deutlich hinterher – zu viele schlechte Straßen, zu viele spontane Highlights, zu viel Marokko. Aber kein Problem – die Stimmung ist super, wir verstehen uns blendend und passen die Pläne flexibel an. Neues Ziel für heute: Lake Iriki mit Übernachtung in einem Camp am Erg Chegaga. Das ist der Plan – aber wie so oft auf dieser Tour kommt es anders. Wir starten wie gewohnt früh und folgen dem Navi. In Ouarzazate wird uns irgendwann klar: Irgendwas stimmt nicht – wir sind in die falsche Richtung unterwegs. Also: Pause, neue Route eingeben, kurzen Kreis fahren und dann finden wir endlich den richtigen Abzweig. Warum wir den übersehen haben? Ganz einfach – der war weder groß noch asphaltiert. Willkommen in Marokko, wo „Straße“ manchmal nur ein Vorschlag ist. Aber: Wir hatten klein und kurvig programmiert – also ist alles wie gewünscht. Die Strecke führt durch karge, mondartige Landschaften, spektakulär und weit. Nach rund 180 Kilometern erreichen wir Foum Zguid – der letzte größere Ort vor dem Wüsteneinstieg. Tanken, ausgiebige Pause im zentralen Café: gekühlte Getränke, frisch gegrillte Fleischspieße, Kaffee. Perfekt. Der Chef des Cafés spricht Englisch, und wir nutzen die Gelegenheit, um Infos über die bevorstehende Etappe zum Lake Iriki einzuholen. Kein Problem, sagt er – einfach zu fahren, gut machbar. Klingt vielversprechend. Dann rollt eine GS mit Münsteraner Kennzeichen an – Michael steigt ab, wir kommen ins Gespräch. Er ist gerade aus der Richtung gekommen, in die wir wollen – und warnt uns: Das war die schwierigste Etappe, die er je gefahren ist. Tiefsand, schwer zu fahren, ständige Spurwechsel. Okay, das klingt schon anders. Kurze Zeit später treffen wir Udo und Lou, ebenfalls deutsche Fahrer. Sie wollen nicht in die Wüste, sondern die Straße nach Merzouga nehmen – für ihre Tour besser planbar. Wie sich herausstellt, nehmen sie dieselbe Fähre wie wir in ein paar Tagen – also Wiedersehen in Nador nicht ausgeschlossen. Foum Zguid erweist sich als perfekter Ort, um Informationen zu sammeln – eine Art letztes Briefing vor der Wüste. Gegen 14:00 Uhr brechen wir auf. Die Strecke ist klar ausgeschildert: Mhamid, und direkt nach dem Ortsausgang beginnt die Schotterpiste. Zunächst sehr gut zu fahren, spannend, aber angenehm. Nach etwa 15 Kilometern kommt uns eine Gruppe Motorradfahrer entgegen. Einer winkt uns heran – sichtlich erschöpft. Er ist Franzose und berichtet uns von einer harten Etappe: 40 Kilometer Geröll, ein Albtraum, selbst mit seiner Africa Twin. Er rät dringend, stattdessen die südlichere Route zu nehmen. Wir beraten uns. Meine Idee, erstmal bis zum Beginn der Geröllstrecke zu fahren und dann zu entscheiden, wird verworfen. Es ist bereits später Nachmittag, und wir wissen nicht, was uns wirklich erwartet. Also: kluge Entscheidung – zurück nach Foum Zguid, morgen neu starten und die alternative Route nehmen. Zurück im Ort treffen wir erneut Udo und Lou im Café. Sie wundern sich zwar über unser plötzliches Wiedersehen, freuen sich aber über die Gesellschaft. Alles wie gewohnt: WLAN, Booking-App, ein gemütliches Hotel gesucht, Zimmer bezogen, abends Tajine gegessen und Tee im Straßencafé. Abgerundet wird der Abend durch jede Menge Geschichten: vom lokalen Mechaniker, der in den letzten Tagen alle Hände voll zu tun hatte – sei es Lou mit einem Ölwechsel, oder ein Freund von Michael, dessen Felge beschädigt und Kupplung defekt war. Ersatzteile? Über Nacht aus Marrakesch besorgt und eingebaut – Respekt! Mit diesen Eindrücken und dem Gefühl, auf alles vorbereitet zu sein, geht’s ins Bett. Morgen dann: Versuch Nummer zwei – rein in die Wüste.


Tag 10 – Der Traum und der Albtraum
Früh raus wie immer. Frühstücken, die Maschinen beladen und los. Nachdem wir gestern den ersten Versuch wegen der späten Stunde und der Warnung anderer Fahrer abgebrochen hatten, wollten wir heute den Wüstenabschnitt endlich in Angriff nehmen. Wir entschieden uns für die südlichere Route: die RR 703 – sie führt über den ausgetrockneten Lake Iriki, vorbei am Erg Chegaga, direkt nach Mhamid. Schilder mit „Lake Iriki“, „Restaurant Titanic“ und „Bivouac Chegaga“ weisen uns den Weg. Klingt abenteuerlich – nehmen wir. Die Piste beginnt mit Schotter, ein paar Sandstellen – alles machbar. Dann die große Ebene: Lake Iriki. Endlose Weite, fester Untergrund. Wir fahren zu dritt nebeneinander, ziehen Staubfahnen hinter uns her. Lonesome Riders in der Wüste – ein Traum aus 25 Grad, Sonne, Freiheit und Unendlichkeit. Alle Erwartungen, alle Vorstellungen: übertroffen. Vor der Ebene kommt eine erste tiefsandige Passage – Kai stürzt. Das Gepäck macht das Handling schwer, der Sand ist tückisch. Wir stellen die BMW wieder auf, säubern die Lufteinlässe, der Feinsand steckt überall. Aber die Maschine läuft. Weiter. Wir erreichen den Lake Iriki. Es ist surreal schön. Diese Leere, diese Stille. Zwischendurch: ein Wüstenrestaurant. Cola und Kaffee, ein paar Spanier sind auch da – die Wüste ist weniger einsam als gedacht. Danach wird es härter. Sandspuren, tiefer Staub, kaum Traktion. Die Strecke entlang des Erg Chegaga wird grenzwertig. Michael hatte uns gewarnt – das sei die härteste Route gewesen, die er je gefahren ist. Wir checken die Navis und stellen fest: Die RR 703 verläuft eigentlich etwas weiter nördlich. Also rüber – durch ein tiefsandiges Qued, buddeln uns durch, schieben, kämpfen. Kurz vor festem Untergrund legt Torsten seine BMW ab. Nichts passiert – aufstellen, durchatmen, weiter. Die Piste wird ruppiger: Steine, Sand, ausgetrocknete Bachläufe. Irgendwo in dieser Einöde setzen wir uns unter einen Baum. Pause. Ein Ziegenhirte taucht auf – wo kommt der her? Mitten im Nichts. Wir sprechen kaum eine gemeinsame Sprache, aber ein paar Gesten reichen. Er bittet um Aspirin gegen Kopfschmerzen. Kein Problem – bekommt er. Weiter zur „Oase Sacrée“. Eine kleine Quelle mitten im Nirgendwo. Palmen, ein paar Häuser – ein grünes Wunder. Kaffee, Cola, verschnaufen. Es sind noch 40 km bis Mhamid. Wir sind sicher, das schaffen wir in gut 90 Minuten. 15 km vor Mhamid passiert es.Ich fahre im Staub von Kai. Plötzlich ist alles grau, ich sehe nichts mehr, verliere die Spur, gerate in eine tiefe Rinne aus Sand. Ich kann das Motorrad nicht mehr halten – es reißt mich nach links und stürzt. Mein linker Fuß gerät unter die Maschine. Höllischer Schmerz. Ich denke nur: Nicht gut. Aufstehen, testen. Der Fuß trägt – irgendwie. Schmerzt. Aber es geht. Wir richten die Maschine auf, verschnaufen. Weiter. Wenige hundert Meter später erwischt es Kai. Tiefer Sand, das Vorderrad schlingert, er fällt – und bleibt liegen. Wir eilen hin. Kai deutet sofort auf seine Schulter. Keine Zweifel: Das Schlüsselbein ist gebrochen. Hölle. Stopp. Jetzt wird’s ernst. Wir parken die Maschinen im Sand, schleppen uns mit Kai unter einen Baum, besprechen unsere Optionen. Kein Empfang. Kein Plan B für sowas. Notruf 15 – ich erreiche jemanden, aber er spricht nur bruchstückhaft Französisch. Ich versuche unsere Koordinaten durchzugeben – Hoffnung, aber kein Ergebnis. Dann: ein Wunder. Ein Geländewagen taucht auf, wie aus dem Nichts. Wir winken, halten ihn an. Der Fahrer versteht die Lage sofort. Kai wird eingeladen, er soll zum Arzt in Mhamid gebracht werden. Wir tauschen Nummern, er verspricht, dass jemand zurückkommt, um Kai’s Motorrad zu holen. Torsten und ich bleiben zurück – im Sand, unter dem Baum, mit dickem Fuß, ohne Wasser. Warten. Schmerzen. Sonne. Kai meldet sich: Er ist gut angekommen, Schulter hinüber, auf dem Weg nach Zagora ins Krankenhaus. Er warnt: Die letzten Kilometer seien die Hölle – Tiefsand, Steigungen, pure Quälerei. Und wir: noch mitten drin. Dann ruft Hassan – der Fahrer – an. In 45 Minuten kommt er zurück, mit einem Fahrer für die BMW. Kein Jeep mit Hänger, sondern ein Typ mit Turban, Talar und Sandalen auf einer 125er. Der Mann schwingt sich auf Kai’s BMW, dreht eine Runde durch den Sand – als wär’s nichts. Er kennt sein Terrain. Torsten und ich folgen. Ich schwinge mich auf die TT, trete mit schmerzendem Fuß den Kickstarter – läuft. Es wird dunkel. Und die letzten Kilometer? Ein Albtraum. Wellen aus Sand, die der Wind geformt hat, tief und weich. Kein Halt, kein Rhythmus. Wir stürzen mehrfach, kämpfen weiter. Jeder Meter kostet Kraft. Endlich, gegen 20 Uhr, erreichen wir Mhamid. Völlig entkräftet, durstig, staubig, durch. Auf der Straße vor dem Arzthaus: Wasser, Cola – Lebenselixier. Kai ist schon auf dem Weg nach Zagora. Hassan bringt uns zu einem Hotel, organisiert einen sicheren Platz für Kai’s Motorrad. Wir bedanken uns, checken ein, kriegen noch was Warmes zu essen. Es ist 23:00 Uhr. Der Fuß ist dick, pocht. Vielleicht gebrochen. Egal – morgen sehen wir weiter. Was. Für. Ein. Tag.

Tag 11 – Abschied in Zagora
Nach der anstrengenden Wüstenetappe und dem späten Einchecken lassen wir den Tag im Riad etwas ruhiger angehen. Der Fuß – dick geschwollen und inzwischen in allen Farbtönen zwischen Blau, Lila und Gelb – macht sich beim ersten Aufstehen direkt wieder bemerkbar. Auftreten ist nur unter Schmerzen möglich, aber immerhin: es geht. Eine ordentliche Portion Schmerzsalbe und eine Schmerztablette sollen helfen, die nächsten Stunden halbwegs erträglich zu gestalten. Bevor wir losfahren, klären wir noch mit dem Wirt im Riad in Mhamid den Verbleib von Kai's Motorrad. Es soll später vom ADAC abgeholt werden. Kein Problem, meint der Wirt – er kennt das Prozedere, es ist wohl nicht das erste Mal. Das Motorrad ist im abgeschlossenen Innenhof gut aufgehoben, und wir können beruhigt weiterziehen. Nach einem einfachen Frühstück kontrollieren wir unsere eigenen Motorräder – zum Glück haben sie die Wüstenetappe unbeschadet überstanden. Keine gebrochenen Hebel, keine offensichtlichen Schäden. Also alles wieder aufladen, vorsichtig aufsteigen und los geht’s. Nächstes Ziel: Zagora, rund 100 Kilometer nördlich von Mhamid. Dort hat sich Kai nach dem Wüstenunfall bereits in einem Riad einquartiert. Die Strecke dorthin ist zum Glück asphaltiert – eine Wohltat nach den sandigen Strapazen des Vortags. Die Fahrt verläuft ruhig, wir nutzen die Zeit, um den Kopf freizubekommen und die Landschaft zu genießen, auch wenn die Bewegungen auf dem Motorrad noch schmerzhaft sind. In Zagora angekommen, treffen wir Kai im Riad. Trotz gebrochenem Schlüsselbein ist er – wie immer – guter Dinge. Er wurde medizinisch erstversorgt, hat sich soweit eingerichtet und bereitet sich nun auf die Heimreise über Marrakesch vor. Für uns bedeutet das: Abschied nehmen. Wir checken ebenfalls im Riad ein und verbringen den Nachmittag gemeinsam – mit Cola, Tee, ein bisschen Ruhe und vielen Gesprächen über das Erlebte. Abends gehen wir zusammen essen. Es wird gelacht, resümiert, und natürlich fließt auch ein bisschen Wehmut mit – schließlich war die Reise zu dritt geplant, und der Abschied kommt früher als gedacht. Aber so ist das mit Abenteuern: Sie lassen sich nicht planen. Kai muss sich heute allein auf den Weg nach Marrakesch machen – 400 Kilometer mit gebrochenem Schlüsselbein über das Atlasgebirge. Keine Option, keine Wahl – er muss es durchziehen. Schmerzhaft, zäh, aber er trägt es mit Fassung. Wir checken aus – zu zweit. Und auch wir stehen unter Zugzwang. Der Weg ruft. Die Fähre in Nador wartet nicht.Wir haben noch drei Tage, um sie zu erreichen – und mein lädierter Fuß hat keine Wahl. Auch er muss mitziehen. Alternativlos.

Tag 12 – Auf dem Weg zur Himmelstreppe
Nach den Vorkommnissen der letzten Tage haben Torsten und ich unsere Route neu abgestimmt. Erg Chebbi – das eigentlich fest eingeplante Highlight – muss schweren Herzens aus dem Plan gestrichen werden. Sand hatten wir genug. Und mit dem lädierten Fuß ist es ohnehin kaum machbar. Aber eines steht fest: Die Himmelstreppe wollen wir sehen. Dieses surreale Kunstwerk mitten in der Wüste – unser gemeinsames Symbol für diese Reise – darf nicht fehlen. Also machen wir uns auf den Weg von Zagora Richtung Norden. Die neue Route führt uns über Alnif und Tinejdad nach Jorf, mit dem Ziel, abends möglichst bis nach Errachidia zu kommen. Der Tag beginnt mit langen, offenen Straßen durch endlose Wüstenlandschaften. Die Sonne brennt, die Maschinen surren, und der Fuß… ja, der macht erstaunlich gut mit. Schalten ist zwar nicht ideal – eher so mit Zähne zusammenbeißen – aber es geht. Immerhin: Fahren geht besser als Laufen. In der Nähe von Jorf verlassen wir den Asphalt. Wieder geht’s auf Offroadpisten, diesmal in Richtung Himmelstreppe. Zunächst verfransen wir uns leicht und landen bei einem anderen Kunstwerk mitten in der Wüste – der goldenen Spirale. Ein faszinierendes Bauwerk eines deutschen Künstlers, das sich aus dem Sand erhebt wie ein Zeichen aus einer anderen Welt. Natürlich wird das obligatorische Foto gemacht. Am Horizont dann: Die Himmelstreppe. Kaum zu glauben, aber sie ist da. Fern, geheimnisvoll, fast schwebend in der Wüstenluft. Der Weg dorthin führt über holprige Pisten, durch Queds, über Steinfelder und Sandpassagen – wie könnte es anders sein. Doch wir lassen uns nicht aufhalten. Schließlich stehen wir davor. Majestätisch erhebt sie sich aus der Wüste – ein weiterer Traum, der Realität wird. Das Erinnerungsfoto: Pflicht. Den Rückweg nehmen wir über dieselbe Strecke. Die kennen wir jetzt, wissen, worauf wir uns einlassen. Mein Fuß hält durch. Sogar Fahren im Stehen funktioniert – nicht perfekt, aber immerhin. Und auch das unvermeidliche "Hinfallen, Aufstehen, Weiterfahren" klappt. Hart, aber machbar. In Jorf gönnen wir uns eine Pause in einem kleinen Café – Schatten, Cola, ein kurzer Moment der Ruhe. Dann geht’s weiter. Wir schaffen es tatsächlich noch bis kurz vor Errachidia und finden ein echtes Juwel: ein wunderschönes Riad mit riesiger Anlage. Wir sind die einzigen Gäste – und werden behandelt wie Könige. Großes Zimmer, gepflegte Gartenanlage, ein Swimmingpool (der perfekte Ort, um den Fuß zu kühlen), Tajine zum Abendessen, Pfefferminztee – der ganze Zauber aus Tausendundeiner Nacht. Am Abend planen wir noch kurz den nächsten Tag, dann fallen wir ins Bett. Müde, erschöpft – aber zufrieden. Die Himmelstreppe haben wir gesehen. Und sie war jede Mühe wert.


Tag 13 – Vom Wind verweht und durchs Gebirge getragen
Gut ausgeschlafen und mit einem fantastischen Frühstück im Bauch starten wir optimistisch in den neuen Tag. Die Tourenplanung haben wir nochmal überarbeitet – die Beine sind schwer, der Fuß meckert, also heute mal entspannt: Asphalt, keine Überraschungen. Unser Tagesziel liegt irgendwo in der Nähe von Guercif, rund 300 Kilometer entfernt. Für den letzten Tag wollen wir dann noch etwa 200 Kilometer zur vorgebuchten Unterkunft in Trara belassen. Klingt machbar. Klingt vernünftig. Doch schon nach wenigen Kilometern zeigt sich: Wir haben etwas Entscheidendes unterschätzt – den Wind. Was zunächst wie eine kleine Böe beginnt, wird zum ständigen Begleiter. Auf den langen, geraden Abschnitten der Strecke bläst er uns so quer ins Motorrad, dass wir gefühlt mit 20 Grad Schräglage geradeaus fahren müssen. Entspannt ist anders. Die Landschaft bietet wenig Ablenkung – eine endlose, staubige Einöde, flach, leer, monoton. Irgendwann reicht’s. In Missour halten wir an, um die weitere Streckenplanung nochmal zu überdenken. So kann das nicht weitergehen. Tazeka hatten wir doch mal ins Auge gefasst, oder? Wir sind gut in der Zeit, es ist erst Mittag – und ganz ehrlich: Die Einöde zehrt an den Nerven. Also abbiegen! Richtung Tazeka-Nationalpark, die RN 29 wartet. Laut Navi eine gut ausgebaute Straße. Weitere 250 Kilometer – sollte drin sein. Und wenn nicht, finden wir unterwegs schon was. Zunächst sieht alles gut aus. Die Straße steigt an, windet sich in die Berge. Endlich Kurven, endlich Leben in der Strecke. Wir passieren einen kleinen Ort in den Bergen mit einem beeindruckenden Wasserfall: Marmoucha. Rechts und links der Schlucht klammern sich die Häuser an die Felsen – fast unwirklich. Dann geht es weiter hinauf. Die Straße wird kurviger, einsamer, der Asphalt dünner – und plötzlich liegt Schnee an den Straßenrändern. Die Kulisse ist atemberaubend. Verlassene Hochtäler, weite Blicke, eine fast meditative Stille – aber auch: kein Mensch weit und breit. Die Zeit schreitet voran, das Tempo ist niedrig, und so langsam dämmert uns, dass das hier doch mehr Abenteuer wird als geplant. Die letzten Ortschaften liegen weit zurück, und irgendetwas, das man als Übernachtungsmöglichkeit bezeichnen könnte, ist nicht in Sicht. Ein Blick auf den nächsten Kilometerstein: Taza – 80 Kilometer. Uhrzeit: 16:00 Uhr. Entscheidung? Klar. Weiterfahren. Die Straße wird schlechter. Kurvenreich, eng, stellenweise nur noch eine Spur. Und mit jedem Kilometer wird es dunkler. Auf den letzten 30 Kilometern verschwindet der Asphalt ganz. Die Strecke ist im Umbau – wir fahren über groben Schotter, im Scheinwerferlicht, nebeneinander, um die Schlaglöcher und losen Steine besser zu erkennen. Autos? Keine mehr. Gar keine. Wir sind allein. Der Tank wird langsam kritisch – ein zusätzlicher Nervenkitzel. Aber wir beißen uns durch. Und um Punkt 21:00 Uhr rollen wir – staubig, müde, aber heil – in Taza ein. Erstes Ziel: Tankstelle. Zweites Ziel: Irgendwas zu essen. Drittes Ziel: Über Booking ein Hotel klar machen. Die letzte Herausforderung: Es zu finden. Taza bei Nacht, im dichten Verkehr, ohne klar erkennbare Straßenschilder – ein Abenteuer für sich. Um 23:30 Uhr checken wir schließlich ein. Fix und fertig. Das war’s also mit dem "entspannten Fahrtag". Aber auch das ist Teil dieser Reise: Pläne machen und dann mit dem Chaos tanzen.

Tag 14 – Affen, Asphalt und Ankommen
„Heute wird’s wirklich entspannt – versprochen, Torsten.“ Mit diesem Satz starten wir in den Tag. Und diesmal halten wir Wort. Nur rund 200 Kilometer stehen auf dem Plan, ausschließlich asphaltierte Straßen, Ziel ist das bereits vorgebuchte Hotel Leonore in Trara. Der letzte richtige Fahrtag – und der darf auch mal einfach sein. Die Strecke überrascht uns positiv. Sie führt durch eine hügelige, später zunehmend bergige Region nördlich von Taza, hinein in ein landschaftlich reizvolles Gebiet, das offenbar als Naherholungsziel der Region rund um Nador dient. Der Verkehr ist angenehm, die Kurven machen Spaß, und die Straßen sind – endlich mal – in einem guten Zustand. Und dann, auf einer Passhöhe, plötzlich Bewegung am Straßenrand: Affen! Eine ganze Gruppe sitzt gemütlich im Schatten, beobachtet uns so neugierig wie wir sie. Ein völlig unerwarteter Anblick, mitten in den Bergen. Natürlich halten wir an – das muss aufs Foto. Ein bisschen Wildlife zum Abschluss der Tour schadet nicht. Nach der Passabfahrt erreichen wir am frühen Nachmittag Trara. Das Hotel Leonore liegt ruhig am Ortsrand, eingebettet in die marokkanische Bergwelt. Die Garage öffnet sich wie von Zauberhand, als wir anrollen. Wir werden freundlich empfangen, checken ein – alles läuft wie am Schnürchen. Ein würdiger Abschluss für diese Reise. Am Abend lassen wir es uns richtig gut gehen: Leckeres Essen in der hauseigenen deutschsprachigen Pizzeria gegenüber – Pizza schmeckt irgendwie immer, auch in Marokko – und danach ein stark gesüßter, herrlich frischer Pfefferminztee an der Bar. Wir stoßen an auf die letzten zwei Wochen voller Staub, Abenteuer, Herausforderungen, Überraschungen – und ganz viel Leben. Morgen früh sind es nur noch etwa 20 Kilometer bis zur Fähre in Nador. Ein Klacks. Das Ziel ist in Sicht. Wir sind angekommen

Tag 15 – Auf Wiedersehen, Marokko
Früh raus – heute heißt es Abschied nehmen. Spätestens um 9:30 Uhr müssen wir am Fährterminal in Nador sein, also bleibt nicht viel Zeit. Ein kurzer Stopp zum Tanken, dann rollen wir in aller Frühe durch die ruhigen Straßen Richtung Hafen. Die Fahrt verläuft ruhig und ereignislos, doch ein letzter, eindrücklicher Eindruck bleibt uns auf dem Weg nach Nador nicht erspart: Die massiven Grenzanlagen rund um die spanische Enklave Melilla. Meterhohe Zäune, durchzogen mit Stacheldraht, in regelmäßigen Abständen weitere Absperrungen mit Übersteigschutz und Kameras – eine fast surreale Kulisse. Die EU schottet sich hier ab, sichtbar, greifbar, beklemmend. Wir erreichen das Terminal pünktlich und reihen uns ein. Ab jetzt heißt es: Warten. Warten auf die Zollabfertigung, warten auf die Freigabe zur Auffahrt auf die Fähre. Alles dauert seine Zeit – aber das ist hier eben so. Gegen 14:30 Uhr ist es dann soweit: Die Schranken öffnen sich, wir dürfen auf's Schiff.
Vorsichtig rollen wir über das metallene Deck, langsam, konzentriert – und dann der Schreckmoment. Torstens BMW rutscht auf dem glatten Untergrund weg und kippt mit ihm zusammen zur Seite. Ein kurzer, harter Aufprall. Alle halten den Atem an. Zum Glück ist es halb so wild: Eine leichte Hüftprellung bei Torsten, kein größerer Schaden am Motorrad. Das Bordpersonal ist sofort zur Stelle, hilft beim Aufrichten, und nach einem Moment der Stille wird klar – es geht weiter. Wir parken die Maschinen sicher, packen ab und machen uns auf den Weg zur Kabine. 26 Stunden Überfahrt liegen vor uns. Endlich ein bisschen Zeit zum Durchatmen. Die Kabine ist klein, funktional – kein Luxus, kein Fenster, aber nach all den Tagen auf Tour genau das, was wir jetzt brauchen: Ruhe. Der Abend auf dem Schiff wird überraschend gesellig: Wir treffen Udo aus Dortmund und seinen Kumpel Lou wieder, mit denen wir schon am Anfang der Reise kurz geschnackt hatten. Gemeinsam mit ein paar Italienern irren wir lachend durch das Labyrinth der Kabinengänge – bis wir endlich unser Quartier finden. Der Tag endet mit einem letzten Drink, vielen Geschichten und müden, aber zufriedenen Gesichtern. Morgen um 16:30 Uhr werden wir in Barcelona anlegen. Jetzt ist erstmal Ausschlafen angesagt.

Tag 16 – HeimkehrPünktlich um 16:30 Uhr legt die Fähre in Barcelona an. Die Durchsage kommt, die Motorräder werden freigegeben – Zeit, die letzten Handgriffe an Deck zu machen. Wir packen alles zusammen, sichern das Gepäck, setzen die Helme auf und rollen, fast ein wenig wehmütig, vom Schiff. Für die verbleibenden 130 Kilometer bis zum Wohnwagenparkplatz in der Nähe von Tarragona nehmen wir die direkte Verbindung – keine Umwege, keine Abenteuer mehr. Die Fahrt verläuft zügig, gegen 18:30 Uhr erreichen wir den Platz. Wie abgesprochen ist ein Mitarbeiter bereits vor Ort, begrüßt uns freundlich und öffnet das Tor. Jetzt läuft alles wie am Schnürchen: Auto vor, Hänger ankoppeln, Motorräder verladen, Klamotten verstauen, in bequeme Kleidung wechseln – und zwischendurch ein Kaffee, ein kühles Getränk, ein nettes Gespräch. Die Rückkehr ist fast feierlich. Natürlich fällt auch direkt auf, dass ein Motorrad fehlt – Kai’s Maschine ist nicht mit an Bord. Wir erzählen die Geschichte, die auf dieser Tour niemand so schnell vergessen wird. Schulterklopfen, Kopfschütteln, Respekt. Dann ist alles bereit. Doch bevor wir endgültig die Rückreise antreten, machen wir noch Halt bei einem Steakhouse, das uns schon auf der Hinfahrt ins Auge gefallen war – ein echter Glücksgriff. Ein perfekt gegrilltes Steak, knackige Beilagen, ein kühles Getränk – besser kann man eine Reise kaum abschließen. Zurück am Auto, nochmal alles kontrollieren: Zurrgurte, Planen, Licht. Alles sitzt. Und dann – auf in die Nacht. Wir wechseln uns alle zwei Stunden mit dem Fahren ab, kämpfen uns durch Müdigkeit, Autobahnetappen und den ein oder anderen Regenschauer. Kilometer für Kilometer nähern wir uns der Heimat. Um 15:30 Uhr – knapp 21 Stunden nach dem Start – entlade ich meine TT an einem Rastplatz in Soest. Die letzten paar Kilometer fahre ich alleine. In Gedanken noch irgendwo zwischen Wüste, Gebirge und Fährdeck. Fast geschafft...Torsten ist mittlerweile fast zu Hause, ich gönne mir noch einen Kaffee – ein letzter kurzer Moment der Ruhe, bevor auch ich mich auf die Zielgerade mache. Das Motorrad hat die gesamte Tour klaglos durchgestanden, jeder Kick, jeder Meter, jede Etappe. Bis jetzt. Ein letzter Startversuch... Klack. Der Kickstarter bricht. Einfach so. Nach tausenden Kilometern, Sand, Felsen, Asphalt, Fähre – jetzt. Meine Versuche, das Problem zu beheben, bleiben leider erfolglos. Der Fuß will nicht mehr, und jetzt auch nicht mehr das Motorrad. Was bleibt? Ein Anruf zu Hause. Mein Sohn macht sich mit dem Hänger auf den Weg – 80 Kilometer vor dem Ziel, kurz vorm endgültigen Zuhause. Irgendwas musste ja noch passieren, das war fast zu glatt zum Schluss. Aber egal. Auch das gehört dazu. Abgeholt, eingeladen, heimgekommen. Jetzt ist es wirklich geschafft. Was bleibt, sind Staub auf dem Nummernschild, ein Bruch am Fuß, unzählige Bilder auf der Kamera – und Erinnerungen, die uns keiner mehr nimmt.
Hier noch das Video
https://youtu.be/3MXUE_O9AAw


Gruß aus OWL
Thorsten
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Re: Marokko 2025

Beitragvon paul » Di 12. Aug 2025, 19:31

Super :P :positive: :positive: :positive:
Grüße Paul ...

Bild---Dirty Old Man # 3 & member of "Transylvanian Dirtmasters"Bild & founder of winTTercamp


Die beste Zeit ist jetzt .....
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Re: Marokko 2025

Beitragvon MYTTR » Do 14. Aug 2025, 06:27

Vielen Dank für den tollen und kurzweiligen Reisebericht eures Abenteuertrips. Viele Erinnerungen an meine 6-wöchige Marokko-Reise Anfang der 90iger wurden wieder geweckt. Meine Frau und ich waren mit einer XT600K und einer R100GS PD durch Frankreich und Spanien über Gibraltar/Ceuta eingereist und 6 Wochen später von Melilla nach Almeria wieder ausgereist. Tolle Tour mit allen Abenteuern die es brauchte.
Viele Grüße
Andi
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Re: Marokko 2025

Beitragvon stixx » Do 14. Aug 2025, 07:53

Super Thorsten,

vielen Dank! Das werde ich mir heute Nachmittag zu Gemüte führen...

Grüße aus Südbaden,
Oliver
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Re: Marokko 2025

Beitragvon Maybach » Mi 10. Sep 2025, 08:49

Servus Thorsten, gerade habe ich dem Marokko-Bericht gelesen. Danke für diese Schilderung.
Es sind die Erinnerungen, die einem nicht mehr genommen werden können!
Danke fürs teilhaben lassen.

Maybach
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